Grüner Star (Glaukom)

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"Oh, jetzt ist mir der Schlüssel heruntergefallen, kannst Du ihn finden?" fragt Hubert seine Frau.

"Da liegt er doch, du Schussel. Direkt vor deinen Füßen..." ginst Ingrid. Hubert schaut auf seine braunen Schuhe, die Stufe zur Haustür und den Fußabtreter aber den Schlüssel sieht er nicht...

 

Der grüne Star ist eine der häufigsten Ursachen einer Erblindung. Das große Problem des grünen Stars ist, dass der Betroffene die Erkrankung über viele Jahre hinweg nicht bemerkt.

Die Makuladegeneration und der grüne Star stellen eine schwierige Kombination dar:

Wenn sie gemeinsam auftreten, kann die Sehverschlechterung dtl. rascher und stärker auftreten. Hier ist eine enge Zusammenarbeit mit einem Augenarzt notwendig, der sie diesbezüglich optimal beraten und behandeln kann.

Häufigkeit

Der grüne Star ist eine der häufigsten Erblindungsursachen bei Menschen über 60.

Ein erhöhter Augendruck kann aber auch schon viel eher vorliegen, deshalb empfiehlt man Kontrollen schon ab dem 40. Lebensjahr.

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Ursachen

Meist ist die Ursache ein für das Auge zu hoher Augeninnendruck. Dieser kann individuell sehr verschieden sein. Die meisten Glaukom-Patienten haben ohne Therapie einen Augendruck von über 21 mmHg. Es gibt jedoch auch Personen mit Glaukom, die dtl. niedrigere Augendruckwerte haben (Normaldruck-Glaukom).

Die Ursache liegt darin, dass bei höherem Augeninnendruck ein zunehmender Druck auf die Blutgefäße und den Sehnervenkopf entsteht, was dazu führt, dass der Sehnerv in seiner Funktion nachlässt.

Die Ursache liegt in einer Abflussstörung des Augenwassers, die sehr verschiedene Gründe haben kann. Die häufigste Ursache ist ein erhöhter Abfluss-Widerstand, dies ist der Fall beim primär chronischen Offenwinkel-Glaukom, der häufigsten Form des Glaukoms.

Diagnostik

Mit folgenden Verfahren kann dieses Krankheitsbild diagnostiziert und im Verlauf beobachtet werden:

Symptome

Lange Zeit verläuft der grüne Star unbemerkt, dann sieht man auf einmal sehr schnell sehr viel schlechter. Eine Verbesserung der Sehleistung ist dann in der Regel nicht mehr möglich.

Die Erkrankung des grünen Stars verläuft meist über viele Jahre hinweg. Zu Beginn ist nur der Augendruck erhöht und dies bemerkt man normalerweise nicht. Im Laufe der Jahre, kann das Auge in den äußeren Bereichen nichts mehr erkennen. Da unser Gehirn diese Gesichtsfeldausfälle jedoch ausblendet, fällt uns auch dies nicht auf. Erst wenn ein Großteil des peripheren Sehens verschwunden ist, wird auch das Zentrum des Sehens betroffen. Hier bemerken wir dann schließlich, dass wir Dinge nicht mehr sehen können.

Z.B. wenn das Glas auf dem Tisch verschwindet oder wir den heruntergefallenen Autoschlüssel nicht mehr finden können, obwohl dieser direkt zu unseren Füßen liegt.

Der grüne Star und die Makuladegeneration:

Gemeinsam nehmen die beiden das gesamte Sehen des Auges ein...

Der grüne Star reduziert das periphere, die Makuladegeneration das zentrale Sehen:

- Wenn beim grünen Star lange das Zentrum funktioniert, nimmt ihm dies die Makuladegeneration.

- Wenn durch die Makuladegeneration das periphere Sehen nie betroffen wird, so nimmt dies jedoch der grüne Star.

 

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Therapie

Eine Therapie zur Verbesserung der bereits eingetretenen Schäden gibt es bisher leider nicht. Man wird alles daran setzen den Augendruck in einen Bereich zu senken, der dem Auge nicht mehr schaden kann. Dieser Zieldruck wird bei Diagnosestellung festgelegt und alles nötige dafür getan, ihn zu erreichen.

Hierfür stehen Augentropfen, Laserbehandlungen und verschiedene Operationen zu Verfügung:

Augendrucksenkende Augentropfen

Heutzutage steht eine Vielzahl verschiedener Augentropfen gegen erhöhten Augendruck zu Verfügung.

Diese werden in der Regel 1-2 x täglich genommen und wirken sehr zuverlässig.

Augendrucksenkende Augentropfen und Makuladegeneration

Bisher sind keine Wechselwirkungen zwischen Makuladegeneration und Augentropfen bei grünem Star bekannt.

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Augendrucksenkende Laserbehandlung

Wen es stört, täglich Augentropfen nehmen zu müssen, dies öfter vergisst oder sich der Augendruck durch Tropfen nicht ausreichend senken lässt, für den kommen moderne Laserverfahren in Frage (z.B. SLT)

Hiernach kann häufig die Menge der Augentropfen für eine gewisse Zeit reduziert werden.

Augendrucksenkende Laserbehandlung und Makuladegeneration

Bisher sind keine Wechselwirkungen durch Makuladegeneration und Laserbehandlungen des grünen Stars bekannt.

Augendrucksenkende Operationen

Sollte der Augendruck deutlich zu hoch sein und weitere Maßnahmen nicht zu der gewünschten Augendrucksenkung führen,
gibt es verschiedene operative Verfahren, den Augendruck dauerhaft zu senken.

Hierdurch kann häufig für lange Zeit ein guter Augendruck erreicht werden.

 

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Augendrucksenkende Operation und Makuladegeneration:

Große Vorsicht ist geboten bei intravitrealen Injektionen nach Glaukom-Operation:

Bei den meisten augendrucksenkenden Operationen, wird ein künstlicher Abfluss des Augenwassers hergestellt. Dieser leitet das Augenwasser unter die Bindehaut (Filterkissen), so dass dies deutlich leichter abfliessen kann und so sehr schön der Augendruck sinkt.

Dieser Abfluss wird oben unter dem Oberlid gebildet. Genau hier wird bei der feuchten Makuladegeneration allerdings auch das Medikament eingegeben. Da dieses Filterkissen leicht vernarben und wieder zuwachsen kann, darf auf keinen Fall die Makula-Spritze durch dieses Filterkissen gegeben werden. Es könnte sich sonst das empfindliche Filterkissen verschießen und den Erfolg der Glaukom-Operation gefährden.